Bildung ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung.

Die Europäische Union erklärt
„Entwicklung durch Zusammenarbeit“

„Es ist eine weithin anerkannte Tatsache, dass wir die technologischen, finanziellen und materiellen Ressourcen besitzen, um unsere Welt bis zum Jahr 2030 von der Geißel der extremen Armut zu befreien. Es gibt keine Ausrede, dies nicht zu tun.“

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März: Frauen und Mädchen

Gleichberechtigung

Seit vielen Jahren kämpfen Frauen für die Gleichberechtigung. Dennoch werden auch heute in vielen Teilen der Welt Mädchen von Geburt an benachteiligt, Frauen ihr Leben lang diskriminiert. Erst dürfen sie nicht zur Schule gehen, später finden sie keinen angemessenen Arbeitsplatz und haben keine Gesundheitsversorgung für sich und ihre Kinder. Im Alter fehlt Frauen oft die finanzielle Absicherung, weil sie in vielen Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika ein eingeschränktes Erbrecht haben und kein Land besitzen dürfen. Wenn Mädchen dasselbe Recht auf Bildung wie Jungen, und Frauen dieselben Mittel und Möglichkeiten wie Männer hätten, wäre der Gesellschaft insgesamt geholfen. Dies gilt insbesondere für ärmere Länder und Gemeinschaften, in denen oft Frauen die Wirtschaft am Laufen halten. So ist es nicht nur sinnvoll, sich für die Gleichberechtigung einzusetzen, es zahlt sich auch wirtschaftlich aus.

Gute Löhne für Frauen weltweit fördern die ökonomische Entwicklung

Immer mehr Frauen weltweit sind berufstätig, verdienen für sich und ihre Familien ein Einkommen. Fast überall in Europa verdienen Frauen weniger als Männer. Im EU-Durchschnitt beträgt die Lohnlücke 16,2 Prozent, in Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer, zeigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts. Um Lohngleichheit zu erkämpfen, führen Frauen in Deutschland seit 2008 Aktionen am „Equal Pay Day“ durch. Dieses Jahr wird am 20. März 2015 mit Aktionen und dem Symbol der roten Tasche auf das Minus in den Geldbörsen aufmerksam gemacht.

Einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden und ein gutes Einkommen zu erhalten, ist für viele Frauen in den ärmeren Ländern oft viel schwieriger als für Frauen in der EU. Der Faire Handel bietet gezielt Lösungsansätze zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Frauen. Beispiel Blumenindustrie in Kenia: Dies ist mittlerweile die zweitgrößte Einnahmequelle für Devisen, die wiederum für Investitionen in die eigene wirtschaftliche Entwicklung ins Land benötigt werden. In Plantagen des Fairen Handels arbeiten sehr viele Frauen im Bereich Pflanzung, Pflege, Düngen, Pflücken und Verpacken. Der Faire Handel garantiert den Frauen nicht nur existenzsichernde Löhne und gesundheitlich sichere Arbeitsplätze. Durch Projekte wie den Bau von Kindertagesstätten, Kantinen, die Unterstützung von Schulen, Weiterbildungsprojekten und Krankenhäusern, werden die Lebensbedingungen der Gemeinschaften verbessert. Der Faire Handel bietet also gezielt Lösungsansätze zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Frauen. In Deutschland stammt mehr als die Hälfte der importierten Blumen aus Ostafrika. Der Kauf von fair gehandelten Blumen, vor allem am Weltfrauentag, dem 8. März, stärkt die Frauen in Kenia und verbessert ihre Lebensbedingungen.

Bildung für Frauen und Mädchen verbessern

Der Zugang von Mädchen und Frauen zu Bildung fördert die Entwicklung, hilft ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und sich gesellschaftlich zu beteiligen. Jedoch besuchen in vielen Entwicklungsländern immer noch weniger Mädchen als Jungen die Schulen, weil Mädchen oft im Haushalt mithelfen, früh Kinder bekommen und heiraten oder der Schulweg zu weit und gefährlich ist. Darum setzt sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit dafür ein, die Eltern zu einem längeren Schulbesuch ihrer Töchter zu ermutigen. Sie kombiniert Alphabetisierungskurse für Mädchen, die ihre Ausbildung verspätet beginnen, mit Kursen in Kochen oder einkommenschaffenden Maßnahmen. Bildung ist weltweit der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung. Aber es braucht einen langen Atem, damit Mädchen und Frauen nicht nur eine Grundbildung erhalten, sondern auch weiterführende Schulen und gute Ausbildungsmöglichkeiten nutzen können.

Manchmal bleiben die Lebenswirklichkeiten der Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern hier in Deutschland abstrakt. Durch die Vernetzung mit entwicklungspolitischen Gruppen vor Ort oder dem Besuch von Veranstaltungen können Sie sich über die Lebenswelten von Frauen weltweit informieren.

Downloads

Das Briefing des Europäischen Parlaments zum Thema Frauen und Mädchen ist in englischer Sprache verfasst:

Briefing paper: The European year for development - Women and Girls (PDF, 6,5 MB)

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