Verein zur Förderung der solidarischen Ökonomie e.V.

Der Verein setzt sich zum Ziel, Initiativen der lokalen solidarischen Wirtschaftakteure durch Forschung über die verschiedensten Formen der solidarischen Ökonomie und der nachhaltigen Entwicklung der Region zu fördern und gemeinsam eine Strategie für die Stärkung der Region zu entwickeln.

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Projektsteckbrief
Titel: Kampagne: Lernen von Amazonien – jetzt!
Land: Deutschland
Durchführung in: Hessen und Thüringen
Geförderte Organisation: Verein zur Förderung der Solidarischen Ökonomie e.V.

Die Ausweitung der Rodungsflächen beziehungsweise der Anbauflächen von Monokulturen in den Regenwäldern ist vor allem zurückzuführen auf den Konsum in den Industriestaaten. Mit der Kampagne „Lernen von Amazonien - jetzt!“ wollen wir die Brücke schlagen zwischen dem Konsum in Europa und dessen Auswirkungen in Lateinamerika.

Wir wollen Menschen erreichen, denen der Zusammenhang des eigenen Handelns und der Umweltzerstörung „am anderen Ende der Welt“ noch nicht bekannt ist. Durch die Ausstellung und vertiefend in insgesamt 24 Workshops (8 für Schüler- und Jugendgruppen, 16 für Erwachsene) wollen wir Ihnen den Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und der Ausbeutung der Ressourcen darstellen und mit ihnen Handlungsoptionen erörtern, wie Jede(r) eine lebenswerte Zukunft mitgestalten kann.

In den Workshops werden die Themen: Energie, Regionalität,Nahrungsmittel und Solidarisch Wirtschaften vertiefend diskutiert. Gemeinsam mit lokalen Experten sollen offene Fragen beantwortet, Argumente vertieft, Brennpunktthemen diskutiert und individuelle Wege der Mitgestaltung gefunden werden.

Energie

In den Schwellenländern steigt der Bedarf rasant. Die Möglichkeiten zur Deckung haben häufig schwere soziale, ökologische aber auch wirtschaftliche Folgen. Während die negativen sozialen Folgen nur vor Ort zu verzeichnen sind, wirken sich die wirtschaftlichen häufig auf das Land aus und die ökologischen Folgen tragen zum weltweiten Klimawandel bei. Profitieren tun in der Regel internationale Firmen, unter anderem aus Deutschland.

Nahrungsmittel

Sojabohnen und Ölpalmen werden in den südlichen Regionen der Erde angebaut. Sie dienen als Energiepflanzen und Nahrungsmittel. Die Probleme in diesem Bereich sind vielfältig: Ethanol aus Sojabohnen und Ölpalmen wandert als E10 in unsere Autos. Mit Sojabohnen werden in den riesigen europäischen Viehmastbetrieben die Tiere gemästet. Palmöl landet als billiges Fett in unseren Nahrungsmitteln. Und die Nachfrage in Industriestaaten wie Deutschland steigt.

Regionalität

Unsere Produkte des täglichen Bedarfs legen tausende von Kilometern zurück, bevor sie in unserem Haushalt landen. Im Prinzip wissen wir nicht, wer die Baumwolle angebaut, das Schwein gefüttert oder die Brotmaschine zusammengeschraubt hat. Das Outsourcen der Produktion in Billiglohnländer verringert bei uns die Zahl der Arbeitsplätze. Die Billigproduktion geht in der Regel einher mit Kinderarbeit, Umweltzerstörung und belastet unseren Geldbeutel, weil die Produkte meist von schlechter Qualität und somit von kurzer Haltbarkeit sind.

Solidarisch Wirtschaften

Die aktuelle Struktur des Welthandels macht es insbesondere kleinen Produzenten schwer, ihre Produkte zu angemessenen Preisen zu verkaufen. Selten können diese ihre Familien von den Erlösen ernähren. Dabei wirtschaften gerade sie weniger umweltschädigend und sozial verträglicher als die Großproduzenten. Die Solidarische Ökonomie ist eine Alternative des umweltgerechten und sozial verträglichen Wirtschaftens, die funktioniert! Beispiele aus Amazonien und Europa zeigen die Vor- und Nachteile dieser Wirtschaftsform auf.

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