Die Europäische Union erklärt
„Entwicklung durch Zusammenarbeit“

„Es ist eine weithin anerkannte Tatsache, dass wir die technologischen, finanziellen und materiellen Ressourcen besitzen, um unsere Welt bis zum Jahr 2030 von der Geißel der extremen Armut zu befreien. Es gibt keine Ausrede, dies nicht zu tun.“

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Januar: Europa in der Welt

Die Europäische Union setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung weltweit ein

Die Europäische Union – das ist nicht nur die Staatengemeinschaft mit ihren 28 Mitgliedsländern, 24 Amtssprachen und insgesamt über einer halben Milliarde Einwohnern. Die Europäische Union ist eine Staatengemeinschaft, die sich für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung über ihre geografischen Grenzen hinaus einsetzt.

Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung

Seit über fünf Jahrzehnten ist die Europäische Union in rund 140 Ländern auf allen Kontinenten vertreten. EU-Delegationen vor Ort gewährleisten den Dialog mit staatlichen Stellen der Partnerländer als auch den Austausch mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, wie Berufsverbände, Universitäten, Nichtregierungsorganisationen oder Stiftungen. Langfristige Kooperationen mit Partnern vor Ort, fundiertes Wissen über regionale Zusammenhänge sowie Neutralität in Bezug auf Menschenrechte, Wahlbeobachtung, Staatsführung und Krisenbewältigung sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt werden kann.

Globale Herausforderungen

Im Mittelpunkt der Europäischen Entwicklungspolitik steht die Bekämpfung der Armut in der Welt. Die Europäische Union orientiert sich dabei an den acht Millenniums-Entwicklungszielen, MDGs, der Vereinten Nationen. Während des UN-Gipfels in New York 2000 verpflichtete sich die europäische Staatengemeinschaft mit anderen Ländern dazu, sich für die Erreichung der Ziele bis zum Jahr 2015 einzusetzen. Die EU und ihre Mitgliedsländer steuern als weltweit größter Geber mehr als die Hälfte der Öffentlichen Entwicklungshilfe (ODH) bei. Die Mittel stammen aus den EU-Fonds und den nationalen Haushalten der EU-Länder; sie kommen vor allem Ländern mit geringem Einkommen und den am wenigsten entwickelten Ländern zugute. Im Jahr 2013 beispielsweise leistete die EU insgesamt 56,2 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe. Dies entspricht 0,43 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) der EU. Die Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil bis 2015 auf 0,7 Prozent des BNE zu erhöhen.

Die EU-Entwicklungspolitik in einer Welt im Wandel

Während der letzten beiden Jahrzehnte ist zwar der Anteil der Menschen in extremer Armut weltweit zurückgegangen, doch nach wie vor leben viele Menschen unterhalb der international geltenden Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Tag. Auch bei anderen Entwicklungszielen bleiben die Fortschritte hinter der Zielsetzung zurück, etwa bei der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser. Die EU hat daher zusätzliche Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro für 79 Staaten zugesagt, in denen bislang die geringsten Fortschritte gemacht wurden. Wirtschaftliche, politische und soziale Veränderungen in der Welt schaffen stets neue Herausforderungen, an denen sich eine wirksame Entwicklungspolitik anpassen muss. Vor diesem Hintergrund veröffentliche die Europäische Kommission im Oktober 2011 die „Agenda für den Wandel“. Mit Hilfe dieser neuen entwicklungspolitischen Strategie soll die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe gesteigert werden. Neu ist vor allem, dass sich die Entwicklungshilfe künftig auf nur drei Sektoren in einem Land konzentriert, zum Beispiel Bildung oder Landwirtschaft, und dass insbesondere bedürftige Länder berücksichtigt werden.

Downloads

Das Briefing des Europäischen Parlaments zum Thema Europa in der Welt ist in englischer Sprache verfasst:

Briefing paper: The European year for development - Europe in the World (PDF, 869,0 KB)

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