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Weltalphabetisierungstag

Barrierefreiheit

Foto: Mohsen Gouda Titel: Improving the quality of teaching

International, 08. September 2015. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat den 8. September zum Weltalphabetisierungstag erklärt. Dass dieses Thema in der UN als grundlegendes Menschenrecht gilt, wird durch die SDGs (Sustainable Development Goals) klar. Das in den SDGs an vierter Stelle stehende Ziel lautet, eine „inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern“. Doch wie definieren wir Bildung? Wissen, Intellektualität und Kultiviertheit fördern Bildung – doch auch die individuelle Persönlichkeit spielt eine große Rolle. Obwohl die Zahl der Analphabeten seit 1990 gesunken ist, gibt es weltweit immer noch mehr als 750 Millionen Jugendliche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Die Fähigkeit, eine Sprache (vor allem die eigene Muttersprache) lesen und schreiben zu können, verändert die eigene Sicht auf die Welt und man verbindet neu erlernte Dinge schneller mit bestehendem Wissen. Außerdem befähigt Bildung Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern.

Auf ihrer Basis entwickelt sich die Identität des Einzelnen und der Gesellschaft. Der größte Anteil der Analphabeten, 557 Millionen, verteilt sich dabei auf nur zehn Länder. Allein in Indien leben 37 Prozent der weltweiten Analphabeten, dort können rund 287 Millionen Menschen weder lesen noch schreiben. Die Zahl der Kinder, die keine Grundschule besuchen, wurde zwar seit dem Jahr 2000 halbiert, doch immer noch gehen 57 Millionen Kinder nicht in eine Grundschule. Mehr als die Hälfte dieser Kinder lebt in Subsahara-Afrika, mehr als 20 Prozent leben in Süd- und Westasien.

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