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Kinder zwischen den Fronten

Kinder posieren lächelnd, die Arme hochgestreckt. Foto:Europeaid

Foto: Europeaid

Berlin, 30. Juni 2015. Die ärmsten Kinder werden zurückgelassen..

Die internationale Gemeinschaft lässt Millionen Kinder im Stich, wenn sie nicht die am stärksten benachteiligten Familien in den Mittelpunkt der Entwicklungspolitik stellt. Dies ist das Fazit des neuen UNICEF-Reports „Fortschritt für Kinder“, der die Umsetzung der Millenniumsziele für Kinder überprüft.

Dem Bericht zufolge sind zwar deutliche Verbesserungen der Lebenssituation von Kindern weltweit zu verzeichnen. Doch weiterhin verurteilen ungleiche Startchancen Millionen von ihnen zu einem Leben in Armut und lassen sie früh sterben. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass Kindern das Recht auf Bildung vorenthalten wird und sie durch Mangelernährung in ihrer gesamten Entwicklung beeinträchtigt werden.

Die UNICEF-Bilanz ist eine Botschaft an die Regierungen vor der geplanten Verabschiedung der neuen internationalen Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen im September. „Nachhaltige Entwicklungsziele“ (Sustainable Development Goals / SDGs) sollen 2015 die so genannten Millenniumsziele ablösen, die in den Jahren seit 2000 den Rahmen für den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung gesetzt haben.

„Die Millenniumsziele haben außerordentliche Fortschritte für Kinder ermöglicht – aber sie haben auch sichtbar gemacht, wie viele Kinder wir zurücklassen“, erklärte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft.“

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