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Internationaler Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Skulptur von aneinandergeketteten Beinen

Foto: xomiele (Flickr, cc)

International, 21. August 2015. Am 23. August ist der Internationale Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 ist die Basis für den internationalen Schutz der Menschenrechte. Sie formuliert universelle Menschenrechte, auf die sich 1947 staatliche Repräsentanten aus der ganzen Welt geeinigt hatten. Laut Artikel 2 gilt die Erklärung für alle Menschen ungeachtet ihrer Rasse, ihres Geschlechts oder ihrer Nationalität, weil – so Artikel 1 – alle Menschen frei und an Würde und Rechten gleich geboren sind.

Doch auch heute besteht Sklaverei und Menschenhandel in Form von Zwangsheirat, Zwangsprostitution und Kinderarbeit weiter. Menschenhandel ist die Sklaverei unserer Zeit und ist nicht nur eine ernste und massive Verletzung der Menschenrechte, sondern auch eine unerschöpfliche Finanzquelle, die Netzwerke von organisierter Kriminalität wachsen lässt, so Elena Valenciano, die spanische Vorsitzende des Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlamentes, in einer Diskussionsveranstaltung zum Kampf gegen Menschenhandel.

Der Grund, warum beispielsweise Kinderarbeit weiterhin verbreitet und schwer abzuschaffen ist, liegt häufig in der finanziellen Not von Familien. Hier ist zwischen ausbeuterischer Kinderarbeit, zu denen Schuldknechtschaft, Kinderprostitution und Arbeiten in gesundheitsgefährdenden Bereichen gehören, und anderen Formen von Kinderarbeit zu unterscheiden. So arbeiten heute 116 Millionen Mädchen und Jungen unter gesundheitsgefährdeten Bedingungen und Familien geraten über Generationen durch Schulden und „Erbsklaverei“ in völlige Abhängigkeit.

Auch Zwangsprostitution und Zwangsheirat ist als eine Form moderner Sklaverei anzusehen. Weltweit werden jedes Jahr Millionen von Mädchen bereits weit vor oder kurz nach ihrer Pubertät gegen Ihren Willen verheiratet. Wie können wir also sicherstellen, dass Moderne Sklaverei reduziert wird und mehr Menschen in gerechten Bedingungen leben können? Doch auch wir können etwas dagegen tun! Indem wir uns informieren und uns individuell gegen Ungerechtigkeit einsetzen.

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