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Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern stärken

Arzt betreut Neugeborene auf Neugeborenenstation

Brüssel, 7. April 2015. Europäisches Parlament:

Der Ausbruch der Ebola-Epidemie hat gezeigt, dass die Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern noch verbessert werden kann. Drei der acht Millenniumsziele gehören zum Bereich Gesundheit: Die Kindersterblichkeit soll verringert, die Gesundheit von Müttern verbessert und die Ausbreitung der Krankheiten HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose eingedämmt werden.

Die britische Vorsitzende des Entwicklungsausschusses Linda McAvan (S&D) sagt, dass eine Basis von gewissen Gesundheitsdiensten für jeden Menschen garantiert werden müsse. Dies sei eine wichtige Herausforderung für die Entwicklungsländer. "Der Ausbruch von Ebola in Westafrika hat gezeigt, dass diese Gesundheitsdienste in einigen Teilen der Welt nicht gewährleistet sind und dringend verbessert werden müssen", erklärt sie.

Investitionen und der politische Wille müssten sicherstellen, dass medizinisches Personal, Infrastruktur und Equipment vor Ort seien und langfristig erhalten bleiben könnten; nicht nur in Notfällen. Grundlegende Gesundheitsdienste müssten unabhängig vom Einkommen zugänglich sein.

Das Europäische Parlament rief dazu auf, finanzielle Mittel für Gesundheit und soziale Dienste bereit zu stellen. Über das Instrument für Entwicklungszusammenarbeit (DCI) stellt die EU von 2014 bis 2020 mindestens 20 Prozent der Mittel für Lateinamerika und Asien für grundlegende soziale Dienste, besonders Gesundheit und Bildung zur Verfügung. Darüber hinaus setzte sich das Parlament dafür ein, den gleichen Anteil der Mittel für Afrika und die karibischen und pazifischen Länder zur Verfügung zu stellen.

Das Parlament bekräftigte, dass Gesundheit ein grundlegendes Menschenrecht sei. Es forderte fairen, universellen und nachhaltigen Gesundheitsschutz mit Fokus auf Vorsorge gegen das Sterben von Müttern, Neugeborenen und Kindern als auch die Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose, Malaria und anderen übertragbaren Krankheiten.

Gesundheit ist wichtig, damit sich eine Gesellschaft entwickeln kann.

McAvan ergänzte, dass es Priorität des EU-Parlaments sei, die Gesundheitssysteme zu stärken. Dieses Jahr liefen die Millenniumsziele aus. McAvan sagte, dass die Gesundheitsversorgung zum zentralen Thema in den weltweiten Gesprächen um nachfolgende Ziele gemacht werden sollte. Außerdem solle besprochen werden, die die Umsetzung der Ziele in Zukunft finanziert werden könne.

"Wir wissen aus eigener Erfahrung in Europa, dass eine gesunde Bevölkerung die Grundlage dafür ist, dass Gesellschaften und Wirtschaften wachsen und gedeihen können. Dass die universelle Gesundheitsversorgung zur Realität wird, ist eine Herausforderung für die gesamte Welt während des Europäischen Jahres für Entwicklung", meinte McAvan.

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